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Autofähre Maderno–Torri del Benaco

Die Autofähre zwischen Maderno und Torri del Benaco verbindet West- und Ostufer des Gardasees und erspart bei einer Fahrt zwischen West- und Ostufer den Landweg um den See. Die Fähre ist ein eigener Verkehrsdienst der Navigazione Laghi und unterscheidet sich von den normalen Linienbooten: Sie nimmt Fahrzeuge mit und verbindet die beiden Anleger Toscolano-Maderno und Torri del Benaco. Zu Fuß lässt sich dieselbe Verbindung ebenfalls nutzen.

Route und Anleger

Am Westufer fährt die Fähre ab Toscolano-Maderno, gewöhnlich als Maderno bezeichnet; am Ostufer ist der Anleger in Torri del Benaco. Die Verbindung ist eine Querung, keine Rundfahrt. Sie passt zu einer Reise, deren Ziel auf der gegenüberliegenden Seeseite liegt, und kann eine lange Straßenetappe verkürzen. Für Orte nördlich oder südlich der beiden Anleger bleibt ein weiterer Weg über Land notwendig. Ab den Anlegern führen die Uferstraßen zu den weiteren Urlaubsorten.

Zu den Anlegern führt die Straße durch die Ortsgebiete. Wer mit einem Fahrzeug anreist, sollte bei der Routenplanung den konkreten Fähranleger eingeben und nicht bloß „Gardasee“ oder den Namen des Sees. An den Abfahrtsstellen wird der Verkehr nach Fahrzeugkategorie und Reihenfolge auf dem Schiff organisiert. Die Anweisungen des Bodenpersonals bestimmen die Auffahrt und Position an Bord. Die Einfahrt zur Fähre ist dabei von allgemeinen ZTL-Regeln der jeweiligen Gemeinde zu unterscheiden; Zieladresse und Fähranleger können in verschiedenen Verkehrsbereichen liegen.

Welche Fahrzeuge mitfahren

Der Fahrplan führt den Dienst als Fahrzeugfähre. Fahrräder, Motorräder und Autos sind in den Tarifunterlagen als eigene Fahrzeugkategorien aufgeführt. Die Fähre wird daher sowohl von Reisenden genutzt, die mit dem Auto eine Uferquerung brauchen, als auch von Radfahrern auf einer längeren Strecke. Die Fahrzeugtarife unterscheiden nach Art und Abmessung; für eine Rückfahrt gilt der in der Tarifunterlage ausgewiesene Rückfahrpreis. Der gültige Tarif gilt jeweils ab dem in der Tabelle genannten Datum.

Größere Fahrzeuge unterliegen der Kapazität und Fahrzeugfreigabe der eingesetzten Fähre. Zum 1. Oktober 2026 teilte Navigazione Laghi mit, dass auf den Fahrten 201 bis 214 zwischen Maderno und Torri bis auf Weiteres Autos, Motorräder und Fahrräder mitgenommen werden, während Busse, Lastwagen und Sattelzüge auf diesen Kursen ausgeschlossen sind. Die Meldung gilt seit dem 1. Oktober 2026 bis auf Weiteres für die genannten Fahrten.

Fahrplan und Saison

Der Betreiber veröffentlicht eigene Fahrplantabellen für Maderno–Torri und unterscheidet sie vom Schiffslinienplan Desenzano–Peschiera–Riva. Der veröffentlichte Winterfahrplan gilt vom 5. Oktober 2026 bis 25. März 2027 mit Betriebspause am 25. Dezember 2026. Als Beispiele nennt er eine Überfahrt um 8:10 Uhr ab Maderno mit Ankunft 8:40 Uhr in Torri sowie die Gegenfahrt um 8:45 Uhr mit Ankunft 9:15 Uhr in Maderno. Die Querung dauert bei diesen Kursen 30 Minuten. Der Betreiber ändert den Fahrplanabschnitt zum 2. November; die Zeiten der gültigen Tabelle sind daher maßgeblich.

Die Anzahl der beförderten Fahrzeuge richtet sich nach der Kapazität des eingesetzten Schiffs. Wetter und starker Wellengang können Fahrten beeinflussen. Für die Planung gilt der für den Reisetag veröffentlichte Fahrplan samt Betreiberhinweisen, statt die Zeit eines vorherigen Fahrplanabschnitts fortzuschreiben.

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Tickets und Auffahrt

Fahrzeugtickets werden nach Fahrzeugtyp und Länge berechnet. Fahrräder, Motorräder und Autos stehen in getrennten Tarifgruppen; ein Ticket für Personen ist nicht dasselbe wie der Fahrzeugtarif. Für die ausgewählte Abfahrt wird die richtige Fahrzeugkategorie am Buchungsschritt beziehungsweise an der Kasse angegeben. Navigazione Laghi empfiehlt, etwa 20 Minuten vor der Abfahrt am Fahrkartenschalter zu sein; an Feiertagen und zu Spitzenzeiten kann sich die Warteschlange verlängern. Wo kein Schalter am Ufer vorhanden ist, kann das Ticket an Bord gekauft werden. Bei geöffneter Uferkasse fällt beim Bordverkauf ein Aufschlag von einem Euro je Person, Gepäckstück beziehungsweise Fahrzeug an. Bei geschlossener Uferkasse entfällt der Aufschlag.

Das Fahrzeug wird erst nach Freigabe durch das Personal auf die Fähre gefahren. An einem Anleger können mehrere Schiffe oder Abfahrten nebeneinander verkehren, weshalb die Hinweise von Land- und Bordpersonal wichtig sind. Nach dem Anlegen erfolgt die Ausfahrt in der vorgegebenen Reihenfolge. Fahrgäste ohne Auto können zu Fuß an Bord gehen; der Fährdienst eignet sich dadurch auch als reine Seequerung. Die Personenfahrt und die Fahrzeugmitnahme werden tariflich unterschiedlich behandelt.

Wann sich die Querung besonders anbietet

Eine Fähre ist besonders praktisch, wenn das Auto bereits am See ist und ein Zielwechsel zwischen West- und Ostufer ansteht. Sie kann eine lange Umfahrung vermeiden, verbindet aber nur die beiden angelegten Orte. Für einen Urlaub in Toscolano-Maderno oder Torri ist die Fährfahrt daher eine lokale Verbindung; für Ziele in Salò, Gargnano, Brenzone oder Malcesine kommen weitere Straßenabschnitte hinzu. Auf einer Radreise lassen sich die Anleger als Teil einer Querung einplanen, ohne eine komplette Umrundung zu fahren.

Die Schifffahrt am Gardasee umfasst neben dieser Fahrzeugfähre auch Linienboote für Personen. Beide Angebote teilen denselben Betreiber, erfüllen aber verschiedene Aufgaben: Das Linienboot verbindet Orte nach Fahrplan, die Fähre ist für die Querung mit Fahrzeugen ausgelegt. Für die Kombination mit einem Aufenthalt in Toscolano-Maderno oder Torri del Benaco sind die Anleger zugleich die Ausgangspunkte für den nächsten Abschnitt.