Tremalzo Big Tour: MTB-Runde ab Pieve di Ledro
Die Tremalzo Big Tour ist eine anspruchsvolle Mountainbike-Runde im Ledrotal: Sie startet in Pieve di Ledro, führt zum Passo Tremalzo und über historische Militärstraßen zurück ins Tal. Das offizielle Profil weist 45,8 Kilometer, sechs Stunden Fahrzeit sowie jeweils 1.425 Höhenmeter im Auf- und Abstieg aus. Die Tour ist als „schwer“ eingestuft. Lange Auffahrt, alpine Abfahrt und die Distanz unterscheiden sie deutlich von Talradwegen und kurzen Uferausflügen.
Von Pieve über den Radweg zum Pass
Die Runde startet am Parkplatz beim Fremdenverkehrsbüro in Pieve di Ledro und führt zunächst auf dem Radweg durch das Ledrotal. Dieser erste Abschnitt ist rund sieben Kilometer lang und verläuft teils auf vom Verkehr getrennten, teils auf gemeinsam genutzten Wegen. Nahe dem Naturschutzgebiet Lago d’Ampola zweigt die Tour auf eine Schotterstraße ab. Sie dient als steile Abkürzung zur Provinzstraße nach Tremalzo. Der anschließende Anstieg zum Pass ist 15 Kilometer lang und verläuft auf Asphalt. Das Höhenprofil verbindet einen Talweg mit einer langen Kletterpassage.
Am Passo Tremalzo wechselt der Tourcharakter. Die Abfahrt nutzt alte Militärstraßen aus dem Ersten Weltkrieg und führt über Bocca di Val Marza sowie Bocca Fortini zurück Richtung Ledrotal. Die Serpentinen, der lose beziehungsweise unebene Untergrund und die Länge der Runde verlangen vorausschauendes Bremsen und sichere Bike-Kontrolle. Die Runde führt zurück nach Pieve.
Varianten und technische Schwierigkeit
Die ausgeschilderte Route trägt die Nummer 779. Zwei Varianten zweigen beim Rifugio Garibaldi ab: 779a führt über Caset Rinalt als Trail, 779b über Caset Pubregn in Richtung Passo dei Gatùm. Beide Varianten führen nach Tiarno di Sopra beziehungsweise über Bocca Caset nach Pieve hinunter und sind technisch anspruchsvoller als die Abfahrt über Bocca Fortini. Sie verändern sowohl die Wegoberfläche als auch die Anforderungen an Fahrtechnik und Linienwahl. Die Standardrunde bleibt anspruchsvoll; wer die Trails wählt, sollte die eigene Abfahrtsroutine realistisch einschätzen.
Ein Mountainbike mit geeigneter Übersetzung, griffigen Reifen und gut gewarteten Bremsen passt zum Wechsel zwischen Talradweg, Schotterzufahrt, Asphaltanstieg und Militärstraße. Auf gemeinsam genutzten Wegstücken haben zu Fuß Gehende Vorrang; auf markierten Wegen verlangt der Abstieg eine Geschwindigkeit, die zum Untergrund und zur eigenen Erfahrung passt. Der Streckenhöchstpunkt liegt laut Profil auf 1.833 Metern. Der Passo Tremalzo ist ein eigener Passpunkt, der tiefste Punkt der Runde liegt bei 652 Metern. Auf dieser Höhe wechseln Wetter und Fahrbahnbedingungen gegenüber dem Seeufer.
Start, Rückweg und Tourenentscheidung
Die Garda-Trentino-Tour 779 ist als Rundtour beschrieben und beginnt in Pieve di Ledro. Für den Start nennt Garda Trentino Parkplätze zwischen Via Imperiale und Via Nuova in der Nähe des Infopoints. Die Linienbusverbindung 214 verbindet Riva del Garda mit dem Ledrotal und Storo und dient als Anreiseoption zum Ausgangsort; der Tourstart bleibt in Pieve di Ledro. Der Lago di Ledro liegt im Tal. Nach der Hochgebirgsrunde lässt sich am See eine andere Radart wählen; Radfahren am Gardasee bietet passende Routenprofile.
Stand 24. Oktober 2026 kennzeichnet Garda Trentino die Runde als teilweise geöffnet. Die aktuelle Meldung nennt in Tiarno di Sotto eine Sperre für Via di Golivo und Via Monsignor Mario Ferrari: vom 23. Oktober bis einschließlich 5. November 2026, täglich von 8 bis 18 Uhr, für Fahrzeuge und Fußverkehr wegen Asphaltarbeiten.
Warum die Militärstraße den Charakter prägt
Die alten Militärstraßen machen die Tremalzo-Abfahrt zu mehr als einer gewöhnlichen Bergstraße: Sie bilden geschwungene Kehren im hochgelegenen Gelände und öffnen Blicke auf die Berge und den Gardasee. Zusammen mit dem Anstieg über die asphaltierte Provinzstraße entsteht eine Runde mit deutlich zwei Teilen – gleichmäßigem Klettern zum Pass und langer Abfahrt auf anspruchsvollerem Untergrund. Genau diese Kombination begründet die Einstufung als schwere MTB-Tour.